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Sep
6
Do
Wayne Graham (US) @ Weltempfänger
Sep 6 um 20:00
Wayne Graham (US) @ Weltempfänger | Köln | Nordrhein-Westfalen | Deutschland

Wayne Graham aus den U.S.A. sind bereits zum zweiten Mal bei uns zu Gast und wir können es kaum fassen, dass sie nochmal in unseren kleinen bescheidenen Laden kommen nachdem sie im letzten Jahr so eine tolle Tour und große Festival wie das Orange Blossom Special gespielt haben

Der Eintritt ist, wie immer frei, um großzügige Spenden, möglichst in Scheinform, wird gebeten.

Wayne Graham – U.S.A.

Web:
www.waynegraham.co
Facebook:
https://www.facebook.com/wgmusic/
Spotify:
https://open.spotify.com/album/1n7mJni4ufxRFL8HPr82pv

Presseinfo:
Als Hayden und Kenny Miles das erste Mal zusammen in einer Band spielen, sind sie acht und 13 Jahre alt. Ihr Vater hat in ihrer Heimatstadt Whitesburg im Südosten von Kentucky gerade eine Kirche gegründet und die beiden begleiten ihn in seinen Gottesdiensten an Schlagzeug und Bass. Musik wurzelt drei Generationen tief in der Familie. Hayden hat sich das Schlagzeugspiel von seinem Onkel abgeschaut, Kenny bekommt Unterricht von Vater und Cousin. Schon ihre Großeltern singen und spielen Instrumente.

Whitesburg ist auch heute noch ein isolierter Ort. Internet und Mobilfunknetze sind nicht flächendeckend vorhanden. Das Leben kreist um drei Koordinaten: Familie, harte Arbeit und Musik.

Die Gegend – und das ist wissenschaftlich belegt – ist die mit der niedrigsten Lebensqualität in den USA. Seit Mitte der 1970er Jahre in steter Rezession befindlich. Geringstes Pro-Kopf-Einkommen, kürzeste Lebenserwartung, straff republikanisch. Beide Großväter – aus deren Vornahmen sich im Übrigen der Bandname WAYNE GRAHAM zusammensetzt – haben im Kohlebergbau gearbeitet, genauso wie ihr Vater und ihr Onkel, der in den Siebzigern die gewalttätigen Auseinandersetzungen der United Mine Workers Union Strikes miterlebte, die Barbara Kopple in ihrem Oskar-prämierte Film HARLAN COUNTY, USA dokumentierte.

Die Antwort auf die Frage, wie die Beiden und der feingliedrige und subtil störrische Alt-Country ihrer Band Wayne Graham dort hineinpassen, ist einfach: Sie tun es nicht. Und das Interesse der Bewohner an ihrer Musik kann man gelinde gesagt als mäßig bezeichnen. Neben ein bisschen Hard Rock findet Musik in dieser Gegend in Kirchen statt oder sollte sonst zumindest streng ‚old-timey‘ sein. „Borrowed Bed“, den Opener des Albums, haben selbst ihre musikbegeisterten Eltern bis zum Erscheinen der Platte noch nicht gehört. Aus dem erstaunlichen Grund, dass in einer Bridge das Wort „Hell“ verwendet wird und man das Böse nicht durch direkte Ansprache heraufbeschwören soll.

„Mexico“ ist bereits ihr viertes Album – das Erste, das in Europa erscheint – und obwohl die Beiden erst 26 und 21 Jahre alt sind, hat es eine fast übernatürliche Reife. „Mexico“ ist konzise und clever. Extrem eingängig, aber nie banal. Kunstfertig, aber nicht verkopft.

Die Lieder sind oft extrem kurz und die luftige Produktion, die die Beiden im Keller ihres Elternhauses bewerkstelligen, ist wie eine Übung in Reduktion: wunderschöne Akkorde und Melodien, ein unheimlich musikalisches Schlagzeugspiel und immer an den richtigen Stellen: widerborstige kleine Details und Breaks und Zeilen, die wie für die Ewigkeit geschrieben wurden.

Songwriter Kenny Miles sagt dazu einfach nur, dass er seinem Hörer keine Zeit stehlen möchte. Schließlich seien seine Lieder wie Antworten auf Fragen, von denen er nicht sicher ist, ob sie tatsächlich jemand gestellt hat.

Thematisch umkreist „Mexico“ den tragischen Tod ihres besten Freundes im Oktober des letzten Jahres. Die erste Zeile des Titeltracks lautet: „It was in your bloodstream on the day you died, til they replaced it with formaldehyde.“ Die Lieder umkreisen jenes ‚It‘ ohne es jemals genau zu benennen. Es ist keine Substanz, sondern eine mystische Verbindung zwischen den drei Freunden, die seit frühester Jugend gemeinsam Musik gemacht haben. „Fellow Man“ der Abschlusstrack, beschreibt eine ihrer letzten gemeinsamen Nächte und umreißt das Thema des Gesprächs, das sie führen als sie plötzlich ein klickendes Geräusch auf dem Asphalt näherkommen hören. Vor der Veranda, auf der sie sitzen, läuft ein Wolf die Straße entlang. Kenny Miles schreibt dazu die Zeile „Like the wolf outside we are led by desire, we are ruled by the time we have lost.“ Und plötzlich erinnert man sich wieder, dass Musik tatsächlich jene Fähigkeit besitzt: über die traurigen, kümmerlichen Fakten und Zahlen hinaus etwas Größerem und ungleich Wichtigerem Ausdruck zu verleihen.

Mai
19
So
Welti & Vinyl @ Weltempfänger
Mai 19 um 17:00
Welti & Vinyl @ Weltempfänger | Köln | Nordrhein-Westfalen | Deutschland

Welti & Vinyl – Der Schallplatten-Stammtisch

Wisst ihr noch? Wir saßen abends stundenlang auf Sofas, hörten Musik und sprachen über sonderbare Bands, spannende Alben und die nächsten Konzerte. Das möchten wir wieder tun!

Wir freuen uns daher sehr euch eine neue Reihe im Weltempfänger vorstellen zu können: Welti & Vinyl

An jedem dritten Sonntag im Monat werden wir in Zukunft die Plattenspieler auspacken und ab 17.00 entspannt zusammen Platten hören.
Euch erwartet ein Treffpunkt für Vinylliebhaber und ihr könnt mitmachen. Bringt eure Lieblingsplatte mit, spielt eure heißesten Neuerwerbungen vor oder kommt einfach zum Zuhören vorbei.
Unsere Tanzteppich-DJs Stefan Honig und Bastian Kuellenberg laden zum offenen Schallplatten-Stammtisch ein. Hier tauschen sich nette Leute bei Kaffee, Limo oder Bier über Musik und alles andere aus. Gemütlichkeit ist das Motto und musikalische Grenzen bleiben draußen.

Okt
24
Sa
ABGESAGT: The First Wolf – NL @ Weltempfänger Hostel & Cafe
Okt 24 um 19:00
ABGESAGT: The First Wolf - NL @ Weltempfänger Hostel & Cafe | Köln | Nordrhein-Westfalen | Deutschland

Leider mussten wir das Konzert aufgrund aktueller Coronaentwicklungen und den damit verbundenen Auflagen absagen. Wir hoffen, dass wir es irgendwann in nicht allzu ferner Zukunft nachholen können!

 

The First Wolf spielten einst auf dem Melodica Festival Cologne und ließen alle mit offenen Mündern  stehen. Nun kommen sie zum Glück wieder und wir freuen uns auf einen tollen Americana Abend mit viel Herz, Harmonie und tollem Songwriting.

Anmeldungen unter:
konzert@koeln-hostel.de

Einlass ab 19.00 Uhr

Um großzügige Spenden wird gebeten

Presseinfo:

The First Wolf is an Americana folk band formed around Melle Leijten and Suze Commandeur from Groningen. Their whimsical and sometimes gloomy, melancholic sound is established by traditional string instruments and harmonic vocals. TFW is influenced by folk traditionals and bluegrass, and inspired by song-writers such as Tom Waits, Gregory Alan Isakov and Gillian Welch & Dave Rawlings.

Unsere Veranstaltungen finden im Rahmen der aktuell gültigen Verordnung zur Verhütung übertragbarer Krankheiten des Landes NRW statt. Auf euren Plätzen darf der Mund und Nasenschutz abgenommen werden. Wir werden in 2er bis 4er Reihen bestuhlen.Die Gäste sitzen nebeneinander.

 

 

Nov
3
Di
ABGESAGT: Andi Fins und Larissa Pesch (B) @ Weltempfänger Hostel & Cafe
Nov 3 um 19:00
ABGESAGT: Andi Fins und Larissa Pesch (B) @ Weltempfänger Hostel & Cafe | Köln | Nordrhein-Westfalen | Deutschland
Auch dieses Konzert müssen wir wegen offensichtlicher Gründe absagen. Das tut uns sehr leid und wir hoffen auf einen Nachholtermin!
Andi Fins. Noch nie was von gehört? Wir ehrlich gesagt bisher auch nicht, aber die Musik spricht Bände. Hörts euch doch mal an und kommt vorbei. Ist wirklich großartig und wir freuen uns sehr darauf.
Anmeldungen unter:
konzert@koeln-hostel.de
Um großzügige Spenden wird gebeten.

ANDI FINS

Auch auf Andi Fins neuer Platte „Whatever Works“ (VÖ April 2020) wird die eigene Unzulänglichkeit zum glamourösen Am-Leben-Sein erhoben. Wenn er in „Opportunities“ die Party zuhause auf der Couch verschläft und in „French Movie“ in flüchtiger Unendlichkeit seinem Alter Ego begegnet, kreisen die Zigarettenkringel immer weiter und weiter und weiter – bis sie in „Waisting my time“ ganz nebenbei, jedoch zum Glück, ganze Weltbilder umzingeln.

Andi Fins Story beginnt mit seinem ersten Musikvideo zu „Out of Sight“ im Aerobicstudio irgendwo in Berlin-Kreuzberg.
Der trenchcoatige Sänger liegt mit seinem melancholischen Blick im Trend der Zeit und wundert sich vielleicht deshalb nicht, dort die ewige Wiederholung von Jane Fonda vorzufinden, die er im Video zu „Walk away“ vor abgezogenem Hirschfell wieder trifft. Dass sie dort in die eigene Belanglosigkeit der Zukunft blicken verrät, dass die Liebe nicht immer wie ein Gitarrensolo im Gegenlicht des Sonnenuntergangs klingt. Im Spiegel des Kugelhelms auf dem Mofa fahrend zieht nun in „Stay on top“ die Spätiromantik Neuköllns vorbei und die Fahrt endet am Siedepunkt der großen Herausforderungen auf dem Weg nach ganz oben: im Friseursalon.

Auf seinem Album How will our Hero get out of this one? (VÖ 2018) stürzte er sich in Anti-Helden-Manier ins Gerangel aus Melancholie und der Hoffnung darauf, dass ihm jemand mit einem Schokoriegel in der Hand an der nächsten Ecke den Weg Richtung Ausweg zeigt.

In seinem zweiten Leben als Keyboarder hat (und tut dies auch noch immer) Andi Fins schon u.a. mit Moritz Krämer, Cäthe, Max Prosa, Philipp Dittberner, Boy, Mark Forster, Elif, Super 700, Martin Gallop, Anna F., Nico Suave, Tim Neuhaus und Clueso zusammengearbeitet.