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Mai
12
Sa
Hello Piedpiper + The Lake Poets @ Weltempfänger
Mai 12 um 22:00
Hello Piedpiper + The Lake Poets @ Weltempfänger | Köln | Nordrhein-Westfalen | Germany

hello Piedpiper kommen zurück in „Ihr Wohnzimmer“ und bringen dieses Mal Freund aus Nord England mit. Freut euch mit uns auf diesen schönen Abend.

Der Eintritt ist, wie immer frei.
Um Spenden, möglichst in Scheinform, wird gebeten.

The Lake Poets
haben die ganze Welt im Blick, was nicht heißt, dass sie nicht außerdem tief in einem zwischenmenschlichen Zugehörigkeitsgefühl verwurzelt sind und sich emotional auf die Menschen um sich herum einlassen wollen. Das lose Kollektiv um den (außerordentlich) talentierten Sänger und Gitarristen Marty Longstaff hat sein selbstbetiteltes Debüt-Album in nur drei Tagen in Nashville aufgenommen. Dass Longstaff in dieser kurzen Zeit genug Songs aufgenommen hat, um ernsthaft über eine Veröffentlichung als Doppel-Album nachzudenken, ist ein Beweis für seine hingebungsvolle Arbeitseinstellung. Die elf Songs, die es letztlich auf das Album geschafft haben, sind von solch zurückgenommener Schönheit, dass Longstaff zukünftig in einem Atemzug mit John Martyn und Richard Thompson genannt werden könnte. So gut versteht er es, sein Gitarrenspiel auf die sehr reduzierten Songs abzustimmen, um den nötigen Raum für seine klar-schimmernde Stimme zu lassen. Obwohl das Album in den Blackbird Studios in Nashville entstanden ist, wo schon zahllose amerikanische Musiker-Legenden aufgenommen haben, erinnert die Stimme des in Sunderland geborenen Longstaff eindeutig an die nordost-englischen Klänge von Paddy McAloon und Martin Stepehnson & The Daintees.

http://thelakepoets.com/

Hello Piedpiper
Es gibt Alben, die sind so dicht, vielschichtig und variantenreich, dass man sich nach den ersten Hördurchgängen darin schwindelig orientieren muss. Atem schöpfen und erstmal Stück für Stück umgucken, dann aber doch irgendwann kopfüber rein in die lichtdurchfluteten Zwischenräume. „The Raucous Tide“, das zweite Studioalbum des Kölner Songwriters Fabio Bacchet alias Hello Piedpiper, ist ein klassisches Folk-Album, und dann doch wieder nicht. Es ist ausladend-poppiger Film-Soundtrack, dabei aber fast 100 Prozent DIY. Es ist das Album eines Solokünstlers, das dennoch den gemeinschaftlichen Klang dreier akribisch experimentierender Musiker atmet. Und es beinhaltet so viele hinreißende Ohrwürmer, jazzige Harmonien, Chorgesänge und clevere Wendungen, dass es eine Weile braucht, bis man die Details und Verästelungen auch wirklich einzelnen Liedern zuordnen kann.

Nach seinem 2012er Album „Birdsongs=Warsounds“ und nach über 200 gespielten Konzerten in ganz Europa (u.a. mit Künstlern wie Anti Flags Frontmann Justin Sane, Billy Bragg, Bill Callahan, Local Natives oder Susanne Sundfor) war es für Hello Piedpiper an der Zeit, Dinge zu ändern. 2015 holte er sich mit Guido Sprenger live Verstärkung an Gitarre, Bass und Piano hinzu, wenig später folgte Lukas Hoffmann am Schlagzeug und Backing Vocals. Mit diesen beiden Herren kam die Möglichkeit, den bisherigen Piedpiper-Sound signifikant zu erweitern, die Neugier auf Groove, ausgefallene Rhythmen, unkonventionelle E-Gitarren-Sounds und Soundscapes zuzulassen, die auf traditionelle Folk-Strukturen montiert wurden – ein bisschen wie Simon & Garfunkel, wahlweise von Midlake oder Ennio Morricone instrumentiert.

http://www.hellopiedpiper.com/

Sep
6
Do
Wayne Graham (US) @ Weltempfänger
Sep 6 um 20:00
Wayne Graham (US) @ Weltempfänger | Köln | Nordrhein-Westfalen | Deutschland

Wayne Graham aus den U.S.A. sind bereits zum zweiten Mal bei uns zu Gast und wir können es kaum fassen, dass sie nochmal in unseren kleinen bescheidenen Laden kommen nachdem sie im letzten Jahr so eine tolle Tour und große Festival wie das Orange Blossom Special gespielt haben

Der Eintritt ist, wie immer frei, um großzügige Spenden, möglichst in Scheinform, wird gebeten.

Wayne Graham – U.S.A.

Web:
www.waynegraham.co
Facebook:
https://www.facebook.com/wgmusic/
Spotify:
https://open.spotify.com/album/1n7mJni4ufxRFL8HPr82pv

Presseinfo:
Als Hayden und Kenny Miles das erste Mal zusammen in einer Band spielen, sind sie acht und 13 Jahre alt. Ihr Vater hat in ihrer Heimatstadt Whitesburg im Südosten von Kentucky gerade eine Kirche gegründet und die beiden begleiten ihn in seinen Gottesdiensten an Schlagzeug und Bass. Musik wurzelt drei Generationen tief in der Familie. Hayden hat sich das Schlagzeugspiel von seinem Onkel abgeschaut, Kenny bekommt Unterricht von Vater und Cousin. Schon ihre Großeltern singen und spielen Instrumente.

Whitesburg ist auch heute noch ein isolierter Ort. Internet und Mobilfunknetze sind nicht flächendeckend vorhanden. Das Leben kreist um drei Koordinaten: Familie, harte Arbeit und Musik.

Die Gegend – und das ist wissenschaftlich belegt – ist die mit der niedrigsten Lebensqualität in den USA. Seit Mitte der 1970er Jahre in steter Rezession befindlich. Geringstes Pro-Kopf-Einkommen, kürzeste Lebenserwartung, straff republikanisch. Beide Großväter – aus deren Vornahmen sich im Übrigen der Bandname WAYNE GRAHAM zusammensetzt – haben im Kohlebergbau gearbeitet, genauso wie ihr Vater und ihr Onkel, der in den Siebzigern die gewalttätigen Auseinandersetzungen der United Mine Workers Union Strikes miterlebte, die Barbara Kopple in ihrem Oskar-prämierte Film HARLAN COUNTY, USA dokumentierte.

Die Antwort auf die Frage, wie die Beiden und der feingliedrige und subtil störrische Alt-Country ihrer Band Wayne Graham dort hineinpassen, ist einfach: Sie tun es nicht. Und das Interesse der Bewohner an ihrer Musik kann man gelinde gesagt als mäßig bezeichnen. Neben ein bisschen Hard Rock findet Musik in dieser Gegend in Kirchen statt oder sollte sonst zumindest streng ‚old-timey‘ sein. „Borrowed Bed“, den Opener des Albums, haben selbst ihre musikbegeisterten Eltern bis zum Erscheinen der Platte noch nicht gehört. Aus dem erstaunlichen Grund, dass in einer Bridge das Wort „Hell“ verwendet wird und man das Böse nicht durch direkte Ansprache heraufbeschwören soll.

„Mexico“ ist bereits ihr viertes Album – das Erste, das in Europa erscheint – und obwohl die Beiden erst 26 und 21 Jahre alt sind, hat es eine fast übernatürliche Reife. „Mexico“ ist konzise und clever. Extrem eingängig, aber nie banal. Kunstfertig, aber nicht verkopft.

Die Lieder sind oft extrem kurz und die luftige Produktion, die die Beiden im Keller ihres Elternhauses bewerkstelligen, ist wie eine Übung in Reduktion: wunderschöne Akkorde und Melodien, ein unheimlich musikalisches Schlagzeugspiel und immer an den richtigen Stellen: widerborstige kleine Details und Breaks und Zeilen, die wie für die Ewigkeit geschrieben wurden.

Songwriter Kenny Miles sagt dazu einfach nur, dass er seinem Hörer keine Zeit stehlen möchte. Schließlich seien seine Lieder wie Antworten auf Fragen, von denen er nicht sicher ist, ob sie tatsächlich jemand gestellt hat.

Thematisch umkreist „Mexico“ den tragischen Tod ihres besten Freundes im Oktober des letzten Jahres. Die erste Zeile des Titeltracks lautet: „It was in your bloodstream on the day you died, til they replaced it with formaldehyde.“ Die Lieder umkreisen jenes ‚It‘ ohne es jemals genau zu benennen. Es ist keine Substanz, sondern eine mystische Verbindung zwischen den drei Freunden, die seit frühester Jugend gemeinsam Musik gemacht haben. „Fellow Man“ der Abschlusstrack, beschreibt eine ihrer letzten gemeinsamen Nächte und umreißt das Thema des Gesprächs, das sie führen als sie plötzlich ein klickendes Geräusch auf dem Asphalt näherkommen hören. Vor der Veranda, auf der sie sitzen, läuft ein Wolf die Straße entlang. Kenny Miles schreibt dazu die Zeile „Like the wolf outside we are led by desire, we are ruled by the time we have lost.“ Und plötzlich erinnert man sich wieder, dass Musik tatsächlich jene Fähigkeit besitzt: über die traurigen, kümmerlichen Fakten und Zahlen hinaus etwas Größerem und ungleich Wichtigerem Ausdruck zu verleihen.

Jun
9
So
Bergen @ Weltempfänger
Jun 9 um 20:00
Bergen @ Weltempfänger | Köln | Nordrhein-Westfalen | Deutschland

Seit etwa zwei bis drei Jahren versuchen wir nun die Dresdner Band Bergen für ein Konzert bei uns zu gewinnen. Nun haben wir es ENDLICH geschafft. Wir freuen uns auf einen schönen Abend voll netter, geschmackvoller, textlich imposanter deutscher Popmusik mit Folkeinschlag.

Der Eintritt ist Frei – 100 % Der Spenden gehen an die Künstler
20.00 Uhr

www.bergenmachtmusik.de
www.facebook.com/bergenmachtmusik
http://bergenmachtmusik.bandcamp.com
www.kfrecords.de
www.brokensilence.de

Zwei Selbstmorde, eine Bluttat, ein Beziehungsende mit gemeinsamem Kleinkind, Pegida-Demos und ein paar alte Jungs, denen das Heraufbeschwören der Jugend beim
Kneipenabend nicht mehr so recht gelingen will. „Jetzt ist alles entgleist“ heißt es im Prolog gleich zu Beginn und stellt diesem Mini-Album ein Konzept voran. Keiner weiß so recht wohin, aber alle wollen irgendwie weg. Die Lieder der Band bergen aus Dresden, die wie schon zuletzt von Erdmöbels ekimas mit
dem letzten Schliff versehen wurden, handeln vom scheinbar endlosen Prozess des Erwachsenwerdens, von fragilen Konstrukten, wie dem gemeinsamen Heim, Beziehung und Kleinfamilie, die in „Klötze“ allesamt wie ein Kartenhaus in sich zusammenfallen. Anderswo erschrickt man vor der eigenen Gesetztheit, vor der Beiläufigkeit der Beobachtung der Langweiligkeit des eigenen Lebens, wie wenn sich der Erzähler in „Zeiten für Kerle“ selbst reflektiert: „Ich habe die Hände schon fast betulich vorm Bauch und höre Geschichten, für die man Vorwissen braucht.“ „Zeiten für Kerle“ ist mehr Mensch und weniger Tier, mehr schmerzhafter Realismus und weniger Absonderlichkeit als es bei bergen bisher üblich war. Mit „Die laufenden Toten“ wird sich (fast) explizit politisch mit der Pegida-Bewegung befasst, die in Dresden montags neuerdings aus vielen Kehlen deutsches Liedgut erklingen lässt. „Es ist ein knackender Ton wenn dein Mitleid abreißt, wenn ein menschliches Herz aus sich selber vereist, ohne Hast“, heißt es in dem Lied, das sich in einen der Demonstranten hineinversetzt.

Zwischen alldem wirkt die kurze Rückkehr zum „Bärenmann“ (dessen Teile I und II auf dem
letzten, gleichnamigen Album der Band von 2013 zu finden sind) und dessen liebevolle Beerdigung fast schon wie erholsamer Eskapismus. „Frau vom Fischer“ – der vielleicht ergreifendste Song, den bergen je geschrieben haben – klingt schließlich fast wie eine alte Fabel (wenn nicht der Begriff „untersexen“ darin
vorkäme). Tatsächlich ist das ein klassischer Storytelling-Song, der alle Motive des Albums miteinander verbindet, bevor er in eine Adaption von „Wie ein stolzer Adler“ (Text: Heinrich Schütz -1840, Musik: Ludwig Spohr ~1840-1859, gesungen und bearbeitet durch den Dresdner Gnadenchor) mündet und altes deutsches Liedgut wieder zurückholt auf die Seite von Zweifel, Mitgefühl und Wunderlichkeit.
Man kann ihre Musik Folkpop nennen, man dürfe, so die Band, aber auch Schlager dazu sagen. bergen ist inzwischen so etwas wie ein klapperiges Vier-Mann-Gerüst, das abends ganz ehrbar in einem Kellerraum im Osten Dresdens probt. Die Gänge stinken ein bisschen nach Urin und Bier und gleich obendrüber hämmern verärgerte Kosmetikerinnen an’s Heizungsrohr, wenn sie mal ein bisschen zu viel Schwung aufnehmen. Live wie auch auf dem Album wird jenes Gerüst an allen Ecken und Enden verziert – durch die vielschichtigen Backing Vocals von Cornelia Mothes, eine traurige Trompete von Gründungsmitglied Sten Friedrich, der mittlerweile in Hamburg lebt, und den Multi-Instrumentalisten Ludwig Bauer. Das, was im Keller hemdsärmelig und hölzern klingt, das nach Halt sucht und das
eigene Steif- und Erwachsenwerden erschrocken bis ironisch verklausuliert, schwingt sich dann tatsächlich wie ein stolzer Adler in die Höhe, auf „daß es roh die Seele auf zum Himmel
zieht.“

Sep
25
Mi
Klimakrise&Artensterben – Wirksam handeln, bevor es zu spät ist @ Weltempfänger
Sep 25 um 20:00
Klimakrise&Artensterben - Wirksam handeln, bevor es zu spät ist @ Weltempfänger | Köln | Nordrhein-Westfalen | Deutschland

Wissenschaftler sind sich einig: Wenn sich Politik und Wirtschaft nicht innerhalb kürzester Zeit drastisch verändern, steuert die Erde auf eine katastrophale Erwärmung von mehr als drei Grad Celsius zu. Das bedeutet nicht nur Tod, Armut und Elend für hunderte Millionen Menschen und Tiere, sondern bedroht das friedliche Weiterbestehen unserer ganzen Zivilisation. Das sechste große Artensterben seit Entstehung der Erde ist bereits im vollem Gange. Heutige Kinder und Jugendliche könnten in ihrer Lebenszeit die Vernichtung fast aller Ökosysteme erleben und in große Not geraten.

Um das zu verhindern, reichen kleine Konsumveränderungen des Einzelnen nicht aus: Wir müssen Grundprinzipien unserer Gesellschaft hinterfragen. Die Regierungen sind weit davon entfernt, die nötigen Schritte zu unternehmen. Es ist daher Zeit für eine massenhafte, gewaltfreie Rebellion.

Die Bewegung „Extinction Rebellion“ hat gerade mit beeindruckenden Aktionen die Stadt London zum Stillstand gebracht und damit die Regierung dazu bewegt, in einem ersten Schritt einen Klimanotstand auszurufen. Auch überall in Deutschland kommen Leute zusammen, um gewaltfreien und friedlichen zivilen Ungehorsam zu leisten – innerhalb von wenigen Monaten sind in Deutschland über 60 Ortsgruppen entstanden. Es geht nun auch daran, dafür zu sorgen, dass Deutschland bis 2025 klimaneutral wird und alles tut, um das Artensterben zu begrenzen und zur Umsetzung dieser Ziele eine Bürger*Innenversammlung einrichtet.

Let the tactics begin!

Nach dem Vortrag wird es Zeit geben für Fragen, persönlichen Austausch und Diskussionen!

Dez
3
Di
Jeronimo Jones & Robert J. Peter @ Weltempfänger
Dez 3 um 20:00

Wir freuen uns immer wieder wenn wir E-Mails öffnen und schnell begeistert sind von der Musik, die wir da hören. Schön, dass sich die drei bei uns gemeldet haben. Schöner Americana/Folk Sound mit tollen Harmonien aus Holland, Salzburg und New York City.

Der Eintritt ist, wie immer frei – Um Spenden wird gebeten.
20.00 Uhr

JERONIMO JONES Jeronimo Jones is the moniker of Chris Rezk and Stefan Wegscheider, a two-man indie folk band from Salzburg, Austria. One being from New York City, the other from Salzburg, the two met by chance during a spontaneous jam in the kitchen of a hostel in Portugal. They found their voices and shared tastes in music meshed effortlessly, and feeling they were onto something special, began performing together on the streets of Salzburg where they cut their teeth over countless hours. Their tunes walk a tightrope between humor and sadness, carried by intimate harmonies and memorable melodies. Having just been picked up by a local record label, they’re currently hard at work on production of their first album, which will be released early next year…

https://www.facebook.com/jeronimojonesmusic

Robert J. Peter
(born Robert Joannes Petrus Koolen) is a Dutch indie folk singer/songwriter living in Cologne. After playing some years as a guitarist and singer in different bands, he felt it was time to make a change in his life and follow his heart… After moving to Cologne with his girlfriend, he started working at a coffee roastery to support his musical career. Having spend the first year further honing his craft as a songwriter, he is now working on his first solo E.P. entitled „In The Morning, By The Pond“, which will be self-released early next year. His songs can be described as heartfelt poetic and honest, sometimes maybe even confessional. With his warm expressive voice and acoustic guitar, he has become adept in creating an intimate and relaxed atmosphere and continues to win hearts and minds alike…

https://robertjpeter.com/

Sep
24
Do
Lesung: Peter Rosenthal & Adrian Kastnitz @ Weltempfänger Hostel & Cafe
Sep 24 um 20:00
Lesung: Peter Rosenthal & Adrian Kastnitz @ Weltempfänger Hostel & Cafe | Köln | Nordrhein-Westfalen | Deutschland

Wir freuen uns unsere alten Bekannten Peter Rosenthal und Adrian Kastnitz begrüßen zu dürfen.

Anmeldung unter: konzert@koeln-hostel.de


Presseinfo:
Peter Rosenthal ist vielen Ehrenfeldern ein Begriff. Als Hausarzt mit bescheidenen Räumlichkeiten und ausgeprägtem Einfühlungsvermögen. Als Schriftsteller und Poet, der seinen Stoff nicht etwa aus dem unablässigen Strom seiner Patienten bezieht, sondern aus seinem verschlungenen Lebensweg. Als einer, der seine Gedanken gelegentlich verdichtet zu einer Novelle, einem Gedichtband oder Film. Oder zu einer Sammlung von Texten, Gedichten und Bildern zu einer Empfindung, die ihn bewegt.

Adrian Kasnitz schreibt Lyrik und Prosa, veröffentlicht Essays und Rezensionen, übersetzt (aus dem Englischen, Französischen, Griechischen, Lettischen und Spanischen), photographiert und ist als Herausgeber, Literaturberater und Moderator tätig. Er lebt in Köln und Queetz. Im Ermland geboren, wuchs er dort und in Westfalen auf. Nach dem Studium der Geschichte in Köln und Prag, war er wissenschaftlicher Mitarbeiter der Uni Köln und Politikberater. Bislang veröffentlichte er über zehn Gedichtbände (»Glückliche Niederlagen«, »Kalendarium #1 bis #6«, »Schrumpfende Städte«, »Sag Bonjour aus Prinzip«, »Reichstag bei Regen«, »innere sicherheit«, »Den Tag zu langen Drähten«, ), die Romane »Bessermann«, »Wodka und Oliven« sowie Kurzprosa (»Mann mit Wagen«, »Die Maske«) und Essays. Seine Texte wurden u.a. mit dem Dieter-Wellershoff-Stipendium (2020), Rolf-Dieter-Brinkmann-Stipendium und dem GWK-Förderpreis für Literatur ausgezeichnet, in über zehn Sprachen von A wie Arabisch bis U wie Ukrainisch übersetzt, vertont und verfilmt. Als Mitherausgeber der Edition parasitenpresse, als Gastgeber von literarischen Veranstaltungsreihen (Literaturklub Köln, paratexte, Europäisches Literaturfestival Köln-Kalk) und als Rezensent (u.a. für Fixpoetry und das Luxemburger Tageblatt) kämpft er gegen die Kammerjäger der Poesie. Nach künstlerischen Auftragsarbeiten für das Gürzenich Orchester Köln und das Künstlermagazin moff entstanden zuletzt das Kalendarium #6, zwei Lyrikhefte mit französischen Übersetzungen unter dem Titel Hôtel Misericordia und als Ausgabe der Revue Muscle. Weitere Übersetzungen ins Litauische, Polnische, Serbokroatische und Spanische entstehen gerade. Außerdem erschien das Protokoll einer Schreibperformance Pierre Huyghe hired me zweisprachig english/deutsch. Im Bereich literarische Beratung, Vernetzung, Konzeption, Lektorat oder Jurytätigkeit hat Herr K. zuletzt u.a. für die Kunsthochschule für Medien (Köln), Peter Behrens School of Arts (Düsseldorf), den Kölner Launenweber Verlag, AC Biblio (Athens/Cologne), die Lyrikedition Rheinland und das Goethe-Institut Santiago de Chile gearbeitet.

Unsere Veranstaltungen finden im Rahmen der aktuell gültigen Verordnung zur Verhütung übertragbarer Krankheiten des Landes NRW statt. Auf euren Plätzen darf der Mund und Nasenschutz abgenommen werden. Wir werden in 2er bis 4er Reihen bestuhlen.
Die Gäste sitzen nebeneinander.