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Aug
31
Fr
Adam Evald (SWE) @ Weltempfänger
Aug 31 um 20:00
Adam Evald (SWE) @ Weltempfänger | Köln | Nordrhein-Westfalen | Deutschland

Adam Evald spielt experimentellen Chamber Pop und kommt aus Schweden. Uns hat er sofort überzeugt. Wir freuen uns auf einen schönen Abend mit euch!

Der Eintritt ist, wie immer frei. Um Spenden, möglichst in Scheinform, wird gebeten

Web:

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Pressinfo:

Adam Evald is a Swedish chamber pop composer. With honesty and wit, he writes mellifluous pop with an idiosyncratic classical music touch. His melodies are crystal clear, as well as his lyrics, and together they intertwine, creating a thousand-fold map of emotions.

By touring unremittingly, Adam Evald has made himself known all over the world. Since his live debut in 2012, he has given more than 350 performances on four continents: Brazil to Russia, Japan to Albania, China to Greece, India to Mexico, etc.

In concert, Adam Evald is joined by his loyal chamber ensemble, a razor-sharp and dark-humoured quartet, enthralling audiences with its mere presence. When accompanying each other on stage, a savory brew is composed, a dose of hopeful melancholy, ready to be injected into our veins, instantly.

 

 

 

Sep
6
Do
Wayne Graham (US) @ Weltempfänger
Sep 6 um 20:00
Wayne Graham (US) @ Weltempfänger | Köln | Nordrhein-Westfalen | Deutschland

Wayne Graham aus den U.S.A. sind bereits zum zweiten Mal bei uns zu Gast und wir können es kaum fassen, dass sie nochmal in unseren kleinen bescheidenen Laden kommen nachdem sie im letzten Jahr so eine tolle Tour und große Festival wie das Orange Blossom Special gespielt haben

Der Eintritt ist, wie immer frei, um großzügige Spenden, möglichst in Scheinform, wird gebeten.

Wayne Graham – U.S.A.

Web:
www.waynegraham.co
Facebook:
https://www.facebook.com/wgmusic/
Spotify:
https://open.spotify.com/album/1n7mJni4ufxRFL8HPr82pv

Presseinfo:
Als Hayden und Kenny Miles das erste Mal zusammen in einer Band spielen, sind sie acht und 13 Jahre alt. Ihr Vater hat in ihrer Heimatstadt Whitesburg im Südosten von Kentucky gerade eine Kirche gegründet und die beiden begleiten ihn in seinen Gottesdiensten an Schlagzeug und Bass. Musik wurzelt drei Generationen tief in der Familie. Hayden hat sich das Schlagzeugspiel von seinem Onkel abgeschaut, Kenny bekommt Unterricht von Vater und Cousin. Schon ihre Großeltern singen und spielen Instrumente.

Whitesburg ist auch heute noch ein isolierter Ort. Internet und Mobilfunknetze sind nicht flächendeckend vorhanden. Das Leben kreist um drei Koordinaten: Familie, harte Arbeit und Musik.

Die Gegend – und das ist wissenschaftlich belegt – ist die mit der niedrigsten Lebensqualität in den USA. Seit Mitte der 1970er Jahre in steter Rezession befindlich. Geringstes Pro-Kopf-Einkommen, kürzeste Lebenserwartung, straff republikanisch. Beide Großväter – aus deren Vornahmen sich im Übrigen der Bandname WAYNE GRAHAM zusammensetzt – haben im Kohlebergbau gearbeitet, genauso wie ihr Vater und ihr Onkel, der in den Siebzigern die gewalttätigen Auseinandersetzungen der United Mine Workers Union Strikes miterlebte, die Barbara Kopple in ihrem Oskar-prämierte Film HARLAN COUNTY, USA dokumentierte.

Die Antwort auf die Frage, wie die Beiden und der feingliedrige und subtil störrische Alt-Country ihrer Band Wayne Graham dort hineinpassen, ist einfach: Sie tun es nicht. Und das Interesse der Bewohner an ihrer Musik kann man gelinde gesagt als mäßig bezeichnen. Neben ein bisschen Hard Rock findet Musik in dieser Gegend in Kirchen statt oder sollte sonst zumindest streng ‚old-timey‘ sein. „Borrowed Bed“, den Opener des Albums, haben selbst ihre musikbegeisterten Eltern bis zum Erscheinen der Platte noch nicht gehört. Aus dem erstaunlichen Grund, dass in einer Bridge das Wort „Hell“ verwendet wird und man das Böse nicht durch direkte Ansprache heraufbeschwören soll.

„Mexico“ ist bereits ihr viertes Album – das Erste, das in Europa erscheint – und obwohl die Beiden erst 26 und 21 Jahre alt sind, hat es eine fast übernatürliche Reife. „Mexico“ ist konzise und clever. Extrem eingängig, aber nie banal. Kunstfertig, aber nicht verkopft.

Die Lieder sind oft extrem kurz und die luftige Produktion, die die Beiden im Keller ihres Elternhauses bewerkstelligen, ist wie eine Übung in Reduktion: wunderschöne Akkorde und Melodien, ein unheimlich musikalisches Schlagzeugspiel und immer an den richtigen Stellen: widerborstige kleine Details und Breaks und Zeilen, die wie für die Ewigkeit geschrieben wurden.

Songwriter Kenny Miles sagt dazu einfach nur, dass er seinem Hörer keine Zeit stehlen möchte. Schließlich seien seine Lieder wie Antworten auf Fragen, von denen er nicht sicher ist, ob sie tatsächlich jemand gestellt hat.

Thematisch umkreist „Mexico“ den tragischen Tod ihres besten Freundes im Oktober des letzten Jahres. Die erste Zeile des Titeltracks lautet: „It was in your bloodstream on the day you died, til they replaced it with formaldehyde.“ Die Lieder umkreisen jenes ‚It‘ ohne es jemals genau zu benennen. Es ist keine Substanz, sondern eine mystische Verbindung zwischen den drei Freunden, die seit frühester Jugend gemeinsam Musik gemacht haben. „Fellow Man“ der Abschlusstrack, beschreibt eine ihrer letzten gemeinsamen Nächte und umreißt das Thema des Gesprächs, das sie führen als sie plötzlich ein klickendes Geräusch auf dem Asphalt näherkommen hören. Vor der Veranda, auf der sie sitzen, läuft ein Wolf die Straße entlang. Kenny Miles schreibt dazu die Zeile „Like the wolf outside we are led by desire, we are ruled by the time we have lost.“ Und plötzlich erinnert man sich wieder, dass Musik tatsächlich jene Fähigkeit besitzt: über die traurigen, kümmerlichen Fakten und Zahlen hinaus etwas Größerem und ungleich Wichtigerem Ausdruck zu verleihen.

Sep
20
Do
Ben Salters – (AUS) @ Weltempfänger
Sep 20 um 20:00
Ben Salters - (AUS) @ Weltempfänger | Köln | Nordrhein-Westfalen | Deutschland

Ben Salters ist einer der wohl am fleißigsten australischen Tourmusike unserer Zeit. Unermüdlich reist er durch die Welt um den Leuten seine Musik zu bringen. Zum Glück, legt er auch einen Stop bei uns ein. Wir freuen uns schon sehr auf einen spannenden und bewegenden Abend.

Der Eintritt ist, wie immer frei. Um Spenden, möglichst in Scheinform wird gebeten.

Web:
https://www.bensalter.com.au/

Facebook
www.facebook.com/bensaltermusic

Bandcamp
www.bensaltermusic.bandcamp.com

Bio:
“I firmly believe Ben Salter to be one of Australia’s best singers, and if I weren’t so goddamn competitive, one of its best songwriters as well.” – Tim Rogers (You Am I, The Temperance Union)

Ben Salter is one of Australia’s most highly regarded performers and songwriters. As well as being a founding member of Giants of Science, The Gin Club and the three-time ARIA-nominated Wilson Pickers, he is an accomplished artist in his own right. His debut solo album The Cat (2011) and follow up The Stars My Destination (2015) have established his penchant for eclectic, esoteric arrangements and sounds that take in elements of rock, pop, jazz, folk, country and beyond, whilst all maintaining a coherence and inimitable melodic style.

Salter has collaborated, written and performed with artists as diverse as Mick Thomas (Weddings, Parties, Anything), Tim Rogers (You Am I, The Temperance Union), Bernard Fanning (Powderfinger), Gareth Liddiard (The Drones) and Marlon Williams, to name a few. He has toured with acts such as Cat Power, J Mascis, Gareth Liddiard, Counting Crows, Marlon Williams and most recently Built To Spill.

Salter continues to perform relentlessly across Australia and the world, both solo and with his band, and his captivating live performances have become quasi-legendary.

He is currently in the process of recording his third album, tentatively entitled Back Yourself, due for release in 2017.

Okt
12
Fr
Brokof (B) @ Weltempfänger
Okt 12 um 20:00 – 20:00
Brokof (B) @ Weltempfänger | Köln | Nordrhein-Westfalen | Deutschland

Brokof aus Berlin kommen schon zum zweiten Mal zu uns und wir freuen uns auf einen abend voll mit Rock n Roll und Hits.

Der Eintritt ist, wie immer, frei. Um großszügige Spenden, möglichst in Scheinform wird gebeten.

Die hat euch einen kleinen Brief geschrieben:

Wir kommen zu Euch, mit unserem vierten Album,
das am 19.10 auf Goldrausch Records / Rough Trade erscheint. Wir freuen uns wieder unterwegs zu sein und viele tolle Konzerte zu spielen, freuen uns auf unvergessliche Abende in der Fremde, mit alten und neuen Freunden!

Wir sind sehr glücklich ein so wundervolles Album gemacht zu haben, glücklich, dass wir unbekanntes Terrain betreten dürfen, glücklich, dass wir als Band wachsen und zusammenhalten, um uns neuen Herausforderungen zu stellen. Die neue Platte ist eckiger geraten, wilder und kantiger, mitunter auch experimenteller aber wir wären nicht BROKOF, wenn es nicht auch das herzzerreißende „Don’t Give Up On Me Now“ oder den Kracher „A Ride“ gäbe. Bei „Calling“ kommen einem auch schon mal die Tränen. Wir freuen uns, Euch Songs wie das sechsminütige „Camouflage“ vorlegen zu können, freuen uns über eine ganze Perlenkette an gelungenen Songs.
Ja, wir freuen uns, als wäre es unser erstes Album!

Natürlich ist uns klar, dass Musik nicht mehr die gleiche gesellschaftliche Funktion hat wie in den Sechzigern und Neunzigern, und es den meisten heute reicht, wenn im Hintergrund ein bißchen bumm-bumm läuft. Aber, wir wissen auch, dass es da draußen eine Menge Leute gibt, Menschen, die wie wir einer Sehnsucht folgen, die immer weitersuchen, vielleicht zweifelnd in den Überlegungen aber konsequent in den Handlungen, in Bewegung, leidenschaftlich, einander achtend und voller Hingabe für die Momente des Lebens. Lasst uns diesem müden Gegeneinander, ein Gewicht entgegenstellen, ein knirschendes Sandkorn des Miteinanders im Getriebe dieser hektischen Zeit.

In freudiger Erwartung: Bis gleich!
Hugs,
BROKOF

Nov
4
So
The Lytics (KAN) @ Weltempfänger
Nov 4 um 20:00
The Lytics (KAN) @ Weltempfänger | Köln | Nordrhein-Westfalen | Deutschland

Wir freuen uns ganz besonders auf diese tollen Herrschaften aus Kanada. Ladies and Gents – The Lytics!

Der Eintritt ist, wie immer frei. Um Spenden, möglichst in Scheinform, wird gebeten.

Ganz so wie im normalen Leben gibt es im Hip Hop kaum etwas Wichtigeres als Familie. Nahezu kein anderer Act verkörpert dieses Gefühl von Bruderschaft besser als The Lytics aus Kanada. Die Brüder Andrew und Anthony Sannie werfen sich seit ihrer Kindheit die Reime hin und her – ihr Cousin Mungala Londe macht ebenfalls mit. Die Beats kommen vom großen Bruder Alex Sannie, der in den Anfangstagen der Band alle Beats und Songs in seinem Schlafzimmerstudio baute.

Nachdem die Jungs 2016 schon eine erfolgreiche Europa-Tour mit Stopps beim Haldern Pop Festival, Deichbrand, A Summers Tale, Hip Hop Open Austria und sogar Supportshows für Jurrasic 5 gespielt haben, kommen sie diesen Sommer wieder. Man freut sich auf Kanadas freshesten Hip Hop Export in Deutschland. Mit im Gepäck haben sie ein neues Album, welches zum Teil vom Beastie Boys-Gründungsmitglied Mike D produziert wurde.

“Mit Beats zwischen Boogie Down Productions und A Tribe Called Quest zeigt die Familienbande, was alte Schule heißt. (…) Positive Vibes passend für den wärmenden Sonnenschein.”
Intro Magazin

Dez
2
So
Methapher Poetry Jam #5 @ Weltempfänger
Dez 2 um 20:00
Methapher Poetry Jam #5 @ Weltempfänger | Köln | Nordrhein-Westfalen | Deutschland

LINE UP:
Kai Richarz
Dunja El Mawla
Ahmad Abou
PLAN G
Melanie Henkel
Ponderosa aka Jasmin Banu

Um eine freiere Bühne zu schaffen, als es die gängigen Poetry Slam Bühnen vermögen, bei denen die Künstler*innen durch Zeitlimits, Wettbewerb und das Verbot technischer und anderer Hilfsmittel, wie Musik, beschränkt werden, riefen die Kölner Dichterin und Rapperin Dascha und die Kölner Künstlerin Elle Visu, die Metapher Poetry Jam Reihe ins Leben.

„Metapher Poetry“ ist eine Plattform für die unterschiedlichsten Künstler*innen des gesprochenen Wortes. Hier begegnen sich Poesie, Rap, Schauspiel, Gesang und Kurzgeschichte, die eine Collage aus Worten und Sinneseindrücken gestalten.

Im Anschluss an das geplante Line-Up gibt es eine offene Bühne, bei der ihr herzlich eingeladen seid zu jammen oder eure Texte und Lieder vor interessiertem Publikum zu präsentieren.

Eintritt Frei um Spenden wird gebeten.

 

Feb
22
Fr
Heated Land @ Weltempfänger
Feb 22 um 20:00
Heated Land @ Weltempfänger | Köln | Nordrhein-Westfalen | Deutschland

Heated Land waren eine der ersten Bands, die überhaupt im Weltempfänger gespielt haben. Das ist jetzt schon ein paar Jahre her und daher freuen wir uns umso mehr auf eine Rückkehr. Blues Folk a la carte aus Dresden mit tiefer eindringender Stimme Mundharmonika, Bass und Grooves die euch die Schuhe auszieht.

Der Eintritt ist, wie immer frei. Um großzügige Spenden für die Künstler wird gebeten. Diese gehe. zu 100% an die Künstler.

Mai
2
Do
The Fire Harvest and Mike Feuerstack @ Weltempfänger
Mai 2 um 20:00
The Fire Harvest and Mike Feuerstack @ Weltempfänger | Köln | Nordrhein-Westfalen | Deutschland

Mensch. Das wird vielleicht was! The Fire Harvest kommen wieder zu uns und bringen unseren alten Freund Mike K Feuerstack mit. Es verspricht ein toller Abend zu werden.

Der Eintritt ist, wie immer frei. Um Spenden für die Künstler in großzügiger Form wird gebeten.

Info:
The Fire Harvest brings withheld, song-oriented music which finds it’s balance somewhere in between slowcore, altcountry and post-rock. The music is like an emotional sniper who takes the time, of which at some point you’ll get the full hit. The sobriety of the songs and the cool torment of the singing reminds of bands like Palace Brothers, Idaho, The For Carnation, Karate and Low.

Jun
9
So
Bergen @ Weltempfänger
Jun 9 um 20:00
Bergen @ Weltempfänger | Köln | Nordrhein-Westfalen | Deutschland

Seit etwa zwei bis drei Jahren versuchen wir nun die Dresdner Band Bergen für ein Konzert bei uns zu gewinnen. Nun haben wir es ENDLICH geschafft. Wir freuen uns auf einen schönen Abend voll netter, geschmackvoller, textlich imposanter deutscher Popmusik mit Folkeinschlag.

Der Eintritt ist Frei – 100 % Der Spenden gehen an die Künstler
20.00 Uhr

www.bergenmachtmusik.de
www.facebook.com/bergenmachtmusik
http://bergenmachtmusik.bandcamp.com
www.kfrecords.de
www.brokensilence.de

Zwei Selbstmorde, eine Bluttat, ein Beziehungsende mit gemeinsamem Kleinkind, Pegida-Demos und ein paar alte Jungs, denen das Heraufbeschwören der Jugend beim
Kneipenabend nicht mehr so recht gelingen will. „Jetzt ist alles entgleist“ heißt es im Prolog gleich zu Beginn und stellt diesem Mini-Album ein Konzept voran. Keiner weiß so recht wohin, aber alle wollen irgendwie weg. Die Lieder der Band bergen aus Dresden, die wie schon zuletzt von Erdmöbels ekimas mit
dem letzten Schliff versehen wurden, handeln vom scheinbar endlosen Prozess des Erwachsenwerdens, von fragilen Konstrukten, wie dem gemeinsamen Heim, Beziehung und Kleinfamilie, die in „Klötze“ allesamt wie ein Kartenhaus in sich zusammenfallen. Anderswo erschrickt man vor der eigenen Gesetztheit, vor der Beiläufigkeit der Beobachtung der Langweiligkeit des eigenen Lebens, wie wenn sich der Erzähler in „Zeiten für Kerle“ selbst reflektiert: „Ich habe die Hände schon fast betulich vorm Bauch und höre Geschichten, für die man Vorwissen braucht.“ „Zeiten für Kerle“ ist mehr Mensch und weniger Tier, mehr schmerzhafter Realismus und weniger Absonderlichkeit als es bei bergen bisher üblich war. Mit „Die laufenden Toten“ wird sich (fast) explizit politisch mit der Pegida-Bewegung befasst, die in Dresden montags neuerdings aus vielen Kehlen deutsches Liedgut erklingen lässt. „Es ist ein knackender Ton wenn dein Mitleid abreißt, wenn ein menschliches Herz aus sich selber vereist, ohne Hast“, heißt es in dem Lied, das sich in einen der Demonstranten hineinversetzt.

Zwischen alldem wirkt die kurze Rückkehr zum „Bärenmann“ (dessen Teile I und II auf dem
letzten, gleichnamigen Album der Band von 2013 zu finden sind) und dessen liebevolle Beerdigung fast schon wie erholsamer Eskapismus. „Frau vom Fischer“ – der vielleicht ergreifendste Song, den bergen je geschrieben haben – klingt schließlich fast wie eine alte Fabel (wenn nicht der Begriff „untersexen“ darin
vorkäme). Tatsächlich ist das ein klassischer Storytelling-Song, der alle Motive des Albums miteinander verbindet, bevor er in eine Adaption von „Wie ein stolzer Adler“ (Text: Heinrich Schütz -1840, Musik: Ludwig Spohr ~1840-1859, gesungen und bearbeitet durch den Dresdner Gnadenchor) mündet und altes deutsches Liedgut wieder zurückholt auf die Seite von Zweifel, Mitgefühl und Wunderlichkeit.
Man kann ihre Musik Folkpop nennen, man dürfe, so die Band, aber auch Schlager dazu sagen. bergen ist inzwischen so etwas wie ein klapperiges Vier-Mann-Gerüst, das abends ganz ehrbar in einem Kellerraum im Osten Dresdens probt. Die Gänge stinken ein bisschen nach Urin und Bier und gleich obendrüber hämmern verärgerte Kosmetikerinnen an’s Heizungsrohr, wenn sie mal ein bisschen zu viel Schwung aufnehmen. Live wie auch auf dem Album wird jenes Gerüst an allen Ecken und Enden verziert – durch die vielschichtigen Backing Vocals von Cornelia Mothes, eine traurige Trompete von Gründungsmitglied Sten Friedrich, der mittlerweile in Hamburg lebt, und den Multi-Instrumentalisten Ludwig Bauer. Das, was im Keller hemdsärmelig und hölzern klingt, das nach Halt sucht und das
eigene Steif- und Erwachsenwerden erschrocken bis ironisch verklausuliert, schwingt sich dann tatsächlich wie ein stolzer Adler in die Höhe, auf „daß es roh die Seele auf zum Himmel
zieht.“

Nov
2
Sa
Darling West – (NOR) @ Weltempfänger
Nov 2 um 20:00
Darling West - (NOR) @ Weltempfänger | Köln | Nordrhein-Westfalen | Deutschland

Darling West machen so unglaublich bezaubernde Musik, dass wir sie sofort einladen mussten. Wir freuen uns sehr, dass sie der Einladung nachgekommen sind.

Der Eintritt ist wie immer frei. Um großzügige Spenden wird gebeten.

Die letzten zwölf Monate in der Bandgeschichte von Darling West lassen sich wohl am einfachsten mit dem Wort “fantastisch” beschreiben. Seit der Veröffentlichung ihres zweiten Albums “Vinyl and a Heartache” ist einiges passiert: Konzerte auf der ganzen Welt, Festivalauftritte beim SXSW, dem Folk Aliance in Kansas oder dem City and Americanafest in Nashville.

Sie tourten gemeinsam mit Sam Outlaw und standen als Support von Lucinda Williams auf der Bühne. Ihre Songs laufen auf den größten Radiostationen in Norwegen und sie landeten in Top 100 der US-Country Charts. Auf Spotify haben sie die Marke von 3 Millionen Plays bereits überschritten. Anstatt sich aber auszuruhen, zog es Darling West sofort zurück ins Studio, um ihr drittes Album “While I Was Asleep” aufzunehmen.

Auf ihrem dritten Longplayer erfindet sich die Band nicht neu, aber man erkennt und spürt eine neugewonnene Frische und Energie. Die Melodien versprühen eine angenehme Leichtigkeit und haben an Eingängigkeit gewonnen. Ihr Mix aus Americana, Country und Folk strotzt nur so vor Lebendigkeit und es ist nahezu unmöglich sich dieser sprudelnden Euphorie zu entziehen.

Die letzten zwölf Monate waren bereits fantastisch… lassen wir uns überraschen was die nächsten zwölf mit sich bringen werden.

Foto by Audun Selnes